Sauna

Die therapeutische Anwendung von Schwitzbädern ist seit Jahrtausenden in beinahe allen Kulturen bekannt. Die bei uns verbreitete Sauna kam vor bereits 2000 Jahren von den Finnen auf das europäische Festland und hat heute durch ihre vielfältigen gesundheitsfördernden Reize eine entscheidende Bedeutung in der Vorsorgemedizin. Die wichtigsten Wirkungen, die der Sauna zugeschrieben werden, sind: Stärkung von Herz und Kreislauf (Trainingseffekt), vegetative Stabilisierung und Aufhellung des Gemüts sowie Immunstärkung.
Die Anwendung der Sauna ist angezeigt

  • für Kreislauftraining, Abhärtung, Immunstärkung
  • zur Vorbeugung und im Frühstadium von Erkältungskrankheiten
  • bei Gelenkleiden und Durchblutungsstörungen
  • bei Erschöpfungszuständen, vegetativen Fehlsteuerungen sowie bei der Rehabilitation nach Infarkt
  • bei kompensierten Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Nicht angezeigt ist die Sauna bei

  • akuten Infektionskrankheiten
  • dekompensierten Organleiden
  • Bluthochdruck
  • Niereninsuffizienz
  • entzündlichen Rheumaerkrankungen
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Anfallsleiden
  • Lymphödemen
  • schwerer arterieller Verschlußkrankheit
  • entzündlichen Leber- und Venenerkrankungen

Je nach Trainingszustand wird zunächst mit Temperaturen um 60 Grad Celsius begonnen, die später bis 95 Grad Celsius steigerbar sind. Hitzeexposition anfangs 2mal 8 Minuten, die später bis 2mal 15 Minuten gesteigert werden können. Vor der Luftfeuchtigkeit ist zu warnen.

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© 1999 Dr. William L. Mayo Association