Reinkarnationstherapie

Hier wird unter der Annahme der sogenannten Reinkarnation, also der Wiedergeburt, an die 75 Prozent der Weltbevölkerung glauben, davon ausgegangen, daß die Seele als unsterblicher Teil einer schöpferischen Macht bestrebt ist, sich zur verlorengegangenen Einheit und Vollkommenheit hinzuentwickeln. Auf diesem langen Weg sucht sie sich mit jedem neuen Leben einen anderen Körper, durch den sie die noch fehlenden Lebenserfahrungen sammelt.
Bezogen auf die Reinkarnationstherapie bedeutet dies, daß der Therapeut in hypnoseähnlichen Sitzungen, bei denen ein aktiver Tagtraumzustand in der Tiefenentspannung herbeigeführt wird, ohne daß es sich um eine echte passive Hypnose handelt, nicht nur bis in die Kindheit oder den Mutterleib zurückgeht, sondern auch versucht, diese Grenze zu überschreiten, um in einem anderen Leben Hinweise dafür zu finden, warum für den Patienten heute die Dinge so sind, wie sie sich für ihn darstellen.
Der Therapeut sucht also nach tiefverschütteten Ursachen von Erkrankungen, für die sich in diesem Leben keine Erklärung finden läßt.
Publizierte Ergebnisse von jahrzehntelangen Experimenten der Engländer Bloxham und Kelsey in den fünfziger Jahren sowie von Thorwald Dethlefsen ergaben, daß zwischen heutigen Symptomen und früheren Leben ein offensichtlicher Zusammenhang besteht. Als sich diese Theorie immer wieder erhärten ließ, entstand die Idee, das Bewußtmachen früherer Inkarnationen therapeutisch anzuwenden. Der Patient wird in ein anderes Leben zurückgeführt, bis er zu einem traumatischen Ereignis gelangt, das möglicherweise für seine momentane Situation verantwortlich ist. So könnte beispielsweise der Tod durch eine Kopfverletzung in einem früheren Leben jetzt zu jahrzehntelanger Migräne führen. Dieses Ereignis wird dann dem aktiven Bewußtsein zurückgeführt und in der Folge in mehreren Sitzungen immer wieder durchlebt, so lange, bis es angenommen und akzeptiert wird. Aufgrund der großen Erfolge dieser sehr mystisch anmutenden Therapie findet diese Technik eine immer größer werdende Anhängerschaft. Auf greifbare nachvollziehbare Weise für die Wirksamkeit nach schulmedizinischen Kriterien wird man jedoch vergeblich warten.
Bei bestimmten Patienten mit unklaren chronischen Erkrankungen kann begleitend zu einer Psychotherapie in schwierigen Fällen auch eine Rückführung sinnvoll sein. Schon viele Phobien beispielsweise vor Schlangen, vor Spinnen oder vor dem Verreisen im Flugzeug konnten so erfolgreich behandelt werden.

Heilanzeigen:

  • Ängste und Depressionen
  • schwere Schmerzzustände (auch Migräne)
  • zwanghafte Verhaltensstörungen

 


© 1999 Dr. William L. Mayo Association