Die schamanische Trommelmeditation

Um einen schamanischen Bewußtseinszustand (siehe auch Schamanismus) hervorzurufen und über einen längeren Zeitraum zu bewahren, bedarf es des Gebrauchs einer geeigneten Trommel sowie eventuell einer zusätzlichen Rassel. Das Trommeln wird von einem Helfer übernommen und beginnt mit einem stetigen, monotonen Trommelschlag. Dieser wirkt wie eine Trägerwelle zunächst als Hilfe zum Eintritt in den schamanischen Bewußtseinszustand und dann als Unterstützung auf der schamanischen Reise. Inzwischen konnte mittels neurologischer Meßverfahren wie dem EEG nachgewiesen werden, daß das Trommeln eine rhythmische Erregung im zentralen Nervensystem auslöst, welche die elektrische Aktivität in vielen Zonen des Gehirns positiv beeinträchtigt und zur Ausschüttung bestimmter Neurotransmitter führt, die einen Trancezustand herbeiführen. Die Natur und Tierverbundenheit kann darüber hinaus durch das Singen von „Kraftliedern“ oder das Nachahmen von tanzartigen Tierbewegungen ausgedrückt werden, was den Trancezustand noch verstärkt.

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© 1999 Dr. William L. Mayo Association