Traditionelle chinesische Medizin: Die Meridiane

Bei diesen „Leitbahnen“ handelt es sich um Verbindungen zwischen Punkten, die ähnliche therapeutische Wirkrichtungen wie beispielsweise auf das Herz, die Niere oder die Lunge haben. Dementsprechend spricht man von Herzmeridian oder Nierenmeridian. Nach traditioneller Auffassung wird im Meridiansystem Qi und Blut zur Versorgung der Organe transportiert.
Über die Meridiane können äußere Störungen in den Körper eindringen, genauso wie sich Erkrankungen der inneren Organe über das Meridiansystem auszubreiten vermögen. So kann beispielsweise das sogenannte Magenfeuer zu Schwellungen und Blutungen des Zahnfleisches führen oder das sogenannte Gallenblasenfeuer zu Ohrenschmerzen, Ohrgeräuschen und Schwerhörigkeit.
Die Meridiane dienen jedoch auch diagnostischen Zwecken. So kann eine Druckschmerzhaftigkeit über Akupunkturpunkten auf Erkrankungen an dem zugehörigen Organ hinweisen, genauso wie das entsprechende Organ auch über Akupunkturpunkte beeinflußbar ist.

[Qi] [Meridiane] [diagnostische Methoden] [diagnostische Leitkriterien] [Yin und Yang] [Wandlungsphasen]

 


© 1999 Dr. William L. Mayo Association